Heute Nachmittag war ich bei einer Schulfreundin zum Kaffee eingeladen. An normalen Tagen brauche ich höchstens eine halbe Stunde bis zu ihr. Wegen des dichten Schneefalls hatte ich jedoch eine Verspätung bei den Öffis eingeplant und bin eine Stunde vor der verabredeten Zeit von daheim weg gegangen.
Mit der Straßenbahnlinie 10 komme ich in 20 Minuten zur Kennedybrücke, dann ist nur noch ein kurzer Fußweg bis zu ihrem Wohnhaus.
Welchen Anblick sich mir bot, als ich zur Straßenbahn-haltestelle kam, ist auf dem Bild unten zu sehen
Eine Straßenbahn war aus den Gleisen gesprungen. In beiden Richtungen standen die Bahnen. Arbeiter der Wiener Linien bemühten sich, den Zug wieder in die Gleise zu bringen.
Ich wusste, dass in solchen Fällen Züge kurz geführt werden. Das geschieht über den Straßenbahnbahnhof, der mit einer anderen Linie erreicht werden kann. Diese andere Linie, der 46er kam angefahren. Als er über einen Streckentrenner fuhr, schoß dort eine blaue Stichflamme heraus, die ein paar Sekunden brannte.
Danach konnte der 46er nicht mehr weiter fahren. Laut Durchsage des Fahrers gab es keinen Strom mehr.
Zum Glück gibt es noch die U-Bahn, zu der ich durch den Schnee stapfte. Auf Umwegen und mit zwei Mal umsteigen kam ich dann bei der Kennedy-Brücke in Hietzing an.
Hier ein Blick in Richtung Hietzing. Links ist die Mauer von Schönbrunn zu sehen, geradeaus vorne ist die Hietzinger Kirche.
Eine kleine Seitengasse. Viel Schnee auf den Gehsteigen. Zum Glück muss ich da nicht durch.
Es war ein netter Nachmittag. Als ich nach Hause ging, wurde es schon dunkel. Gegenüber fiel mir ein seltsames Gebilde im Schnee auf. Ich musste zwei Mal hinsehen, bis ich wusste, was es war.
Ein Blick von der Kennedy-Brücke zum Hietzinger Amtshaus.
Hier ist die Schneemenge von heute zu erkennen.
Wenn dieser Fahrzeugbesitzer demnächst sein Auto in Betrieb nehmen will, muss er vorher ordentlich schwitzen.