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Donnerstag, 28. Juli 2011

Buchklub


 
Vor vielen vielen Jahren (40?) kaufte ich über die Buchgemeinschaft *** eine Natur-Enzyklopädie. So viel zur Vorgeschichte.

Diese Woche erhielt ich einen Anruf einer Dame dieser Firma, der sich sinngemäß so abspielte:

Sie: „Sie haben die Enzyklopädie vor vielen Jahren gekauft. Sie besitzen die Bände doch noch?“
Ich: „Ja.“
Sie: „Wir möchten Ihnen das Zertifikat dafür überreichen, sie haben es ja damals mitbezahlt.“
Ich: „ Ja? Senden Sie es mir bitte zu.“
Sie: „Das geht nicht. Wir müssen uns überzeugen, dass die 6! Bände und die Kassette in Ordnung sind. Es sind ja sehr kostbare in Leder gebundene Bände“
Ich: „Wie? Was heißt 6 Bände? Es sind – moment – 1, 2, 3, …. 10 Bände!“
Sie: „Ich komme Sie am Freitag besuchen. Wann sind Sie da zuhause?“
Ich:“ Am Freitag habe ich keine Zeit, das geht nicht. Warum müssen Sie denn persönlich kommen? Ich habe KEINE Absicht, irgendwelche Bücher zu kaufen. In meine Wohnung geht nichts mehr hinein!“
Sie: „Wir wollen Ihnen nichts verkaufen, aber wir müssen uns persönlich vom Zustand der Bände überzeugen! Diese Bücher sind sehr wertvoll, sie werden sie doch sicher jemanden vererben wollen?“
Ich: „Was nach meinem Tod mit den Sachen geschieht, ist mir sowas von wurscht!“
Sie: „Ist Ihnen Donnerstag gegen Mittag Recht?“
Ich: „Nein! Ich will das nicht. Senden Sie mir das Zertifikat per Post zu!“

Das war Anfang der Woche. Heute zu Mittag läutete es an der Gegensprechanlage:
Sie: „Guten Tag, hier ist Frau ***“
Ich: „Wer?“
Sie: „Frau *** von der Firma ***“
Ich: „Ich sagte Ihnen doch schon am Telefon, dass ich keinen Besuch wünsche! Senden Sie mir das Zertifikat zu.“ und hängte den Hörer der Sprechanlage ein.

Bin ich noch in der Schule, wo die Lehrer überprüfen müssen, ob ich meine Arbeiten ordentlich gemacht habe? Was heißt, es muss überprüft werden, wie der Zustand der Bücher ist? Halten die mich für blöd? Das war doch nur ein Versuch, mir etwas Neues einzureden.

Und wozu benötige ich für den Zustand der Bücher ein Zertifikat? Es ist doch augenscheinlich, in welchem Zustand  die Bücher sind!

Bin ich ein kleines Kind, das kontrolliert wird, ob es die Wahrheit sagt, wie die Fangfrage nach 6 Bänden beweist? Ich bin so wütend auf solche Geschäftsmethoden, ich werde bei diesem Buchklub nie wieder ein Buch kaufen!

Kommentare:

  1. Du solltest es dir nicht gefallen lassen, rufe bei dieser Buchgemeinschaft an und protestiere aufs schärfste.Die Methoden werden immer krimineller.Das darf und muß man sich nicht gefallen lassen. Ansonsten würde ich bei der Konsumenteninformation anrufen und von diesen Vorgängen berichten. Wir sind ja da sehr vorsichtig, aber andere Leute glauben ,sie müßten diese Leute hereinlassen. Lg. ilse.

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  2. Liebe Lemmie, sei herzlich gegrüßt.
    So wie Du hätte ich auch reagiert.
    Eine Staubsaugerfirma will auch immer per Tel-Anruf einen "zu Hause"-Termin vereinbaren. Sehr dreiste Vorgehensweisen. Ich lasse mich in längere Unterhaltung am Telefon gar nicht mehr verstricken und lege auf.
    Das die Frau sogar bei Dir klingelte, obwohl Du sagtest, daß sie nicht erwünscht ist, ist schon der Hammer. Solche Praktiken muß man melden, da muß ich der susibella beipflichten.
    Ich wünsche Dir noch einen guten Tag und tschüssi, Brigitte

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  3. Hallo Lemmie,

    man soll nicht glauben mit welchen Mitteln diese Buchgemeinschaft arbeitet. Die könnten mich auch als Kunden vergessen. Aber einen Beschwerdeanruf würde ich doch tätigen.

    LG Ilse

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  4. Hallo Lemmie,

    Eine Frechheit vom B*****mann Verlag, Dir eine Vertreterin ins Haus zu schicken, obwohl Du es Dir doch verbeten hast. Wenn Du das Zertifikat vor 40 Jahren mitbezahlt hast, dann steht es Dir doch zu, also genügt der Postweg – ohne weitere Kontrolle, ob Du mit den Büchern auch pfleglich umgegangen bist. Selbst wenn Du die Bücher mittlerweile verschenkt hast, das Zertifikat gehört DIR!

    Liebe Grüße
    Jürgen

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  5. Hallo Lemmie,
    das gibt es ja gar nicht. Was geht den Buchclub denn an, in welchem Zustand die Bücher sind? Du hast richtig gehandelt. Ich würde solche Leute auch nicht in die Wohnung lassen. Es gibt immer neue Methoden.
    Viele Grüße
    Elke

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  6. Bist Du inzwischen nicht mehr Mitglied in dieser Buchgemeinschaft?
    Dann kann ich mir denken, dass man Dir nur ein Angebot machen wollte um Dich wieder anzuwerben.
    Schade, dass Du die Dame weggeschickt hast, es hätte mich doch sehr interessiert, was sie Dir angeboten hätte.
    Aber ansonsten sehe ich das genau wie Du, das ist eine Unverschämtheit.
    LG
    Agnes

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  7. Die Frau hat dein Foto, wo du deine gestrickte Weste vorstellst (im Hintergrund das Bücherregal), gesehen und die Geschäfts-Idee gehabt, mal zu gucken, ob sich bei dir was holen lässt? Waren meine Gedanken. Gut, dass du sie nicht reingelassen hast.
    glg Brigida

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  8. Liebe Lemmie,

    ich bin sprachlos. Das ist ja mehr als dreist, was dieser Club sich erlaubt! Unfaßbar. Gut, daß du die Frau radikal abgewimmelt hast. Wer weiß, was die vorgehabt hätte ...

    So ein Vorgehen ist ganz sicher nicht rechtmäßig, und ich würde mich wohl auch massiv beschweren oder einen Leserbrief in die Zeitung setzen. Als Kunden wären sie mich auch los ;)

    Ganz liebe Grüße an dich ..ich wünsch dir ein schönes Wochenende,
    Ocean

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