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Freitag, 1. November 2013

Reaktionen zu der Särge-Präsentation hier im Wohnhaus

Heute wurde in der Kronenzeitung auf der Wien-Seite ein Artikel über diese Zurschaustellung gebracht. Eine Mieterin schrieb weiters an "Wien-konkret", wozu ich einen Kommentar verfasste. Zu lesen ist es


Da die Kronenzeitung eine sehr beliebte Tageszeitung ist, erhielt ich Anrufe anderer MieterInnen, die sich entsetzt über diesen ständigen Anblick der Särge zeigten. Es sind Menschen, die gegen den schleichenden Tod in ihrem Körper (Krebs) kämpfen, die leben und auch lachen wollen. Sie möchten nicht täglich mit dem unausweichlichen Ende konfrontiert werden.


Kommentare:

  1. Liebe Lemmie,

    an Särgen kann ich nun wirklich nicht Negatives oder Abschreckendes entdecken. Dann müsste man sich auch über die Auslagen von Sex-Shops erregen oder als Vegetarier oder Veganer über die Schaufenster von Metzgereien.

    Liebe Grüße
    Jürgen

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    1. Frag die Menschen, die Chemotherapien über sich ergehen lassen müssen und hoffen, noch einige Zeit zu leben. Sie wollen nicht andauernd die letzte Ruhestätte vor Augen haben.
      Schaufenster von Metzgereien? Da gibt es doch kein Fleisch zu sehen, das liegt in der Kühlvitrine!

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    2. Vielleicht könnte der Besitzer des Ladens seine Fenster mit einer lichtdurchlässigen, aber undurchsichtigen Folie bekleben:
      http://s1.directupload.net/images/user/131103/9qj49gik.jpg

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    3. Im Gegenteil. Abends und nachts werden die Schaustücke von Scheinwerfern beleuchtet, damit die Särge jedem, der hier vorbei kommt, auch auffallen. Es ist "nur" ein Ausstellungsraum ohne Personal.

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  2. Das ist wirklich nicht angenehm, liebe Lemmie. Ich hatte ja Deinen Post gerade gelesen und kommentiert, wenn ich dort auch nicht auf das Sarg-Problem eingegangen war.
    Aber der Eine verkraftets, der andere nicht, wie oben im Kommentar schon zum Ausdruck kommt.
    Allerdings finde ich diese Sex-Shops auch nicht gerade gut, Kinder laufen dran vorbei und werden mit diesem Müll konfrontiert und was Metzgereien, also Schlachter betrifft, da gruselt es uns Vegetarier in der Tat. Auch ohne Fleisch oder Tiere zu sehen - allein die Vorstellung ...Nur für viele ist das halt "normal", Tiere zwecks Essens zu morden. ;-)


    Aber ich verstehe schon, wenn man so krank war und dann ständig Särge sieht ... das möchte man dann wirklich nicht. Im Wohnbereich sollte man das von daher nicht gerade ansiedeln.

    Alles Liebe
    Sara

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    1. Das Schaufenster hat noch dazu nicht nur eine "normale" Beleuchtung, sondern es sind Scheinwerfer, damit die ausgestellte Ware richtig auffällt.

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  3. Liebe Lemmie,
    leider ist es heute nicht mehr in Mode, dass sich die Leute, die verkaufen wollen auch mal Gedanken machen, wie das bei den Menschen, die das ständig vor Augen haben, ankommt - egal ob Sex-Shop oder Särge. Ja, der Tod gehört zum Leben, aber mich würde es auch stören. Ich kenne bei uns keine Pietät, die so pietätlos dekoriert.
    Liebe Grüße
    Elke

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  4. Hallo Lemmie –
    ich finde die Särge im Schaufenster auch unpassend. Man könnte das auch pietätvoll dekorieren. Ich hab auch noch nie ein Beerdigungsinstitut gesehen, was Särge direkt im Schaufenster hatte. Das war immer Blumenschmuck mit Bibel-Zitaten etc.
    Ich denke, die werden das jetzt sicher auswechseln, damit wieder Friede im Gemeindebau herrscht.

    Herzlichst,
    G.

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    1. Ich bin mir nicht so sicher, dass es sich ändern wird, aber wir bleiben am Ball.

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  5. moin lemmie,
    lediglich zu halloween sind särge akzeptiert ;).
    ach was - ich verstehe deine empörung und hab mir gestern genau die *auslage* unseres bestatters angesehen und fotografiert.
    ich denke dadurch werden keine gefühle verletzt, auch wenn urnen dem gleichen zweck dienen. im vordergrund sind aber hinweise auf möglichkeiten wie z.b. friedwald, dann christliche/weltliche und tröstende zitate.
    vielleicht hilft eine unterschriftenaktion...
    liebe grüsse von der kelly

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  6. Liebe Poldi,
    ich schließe mich der Meinung von Elke voll an!
    Ich finde dieses Geschäft (das es ja geben muss - irgendwo) auch ziemlich pietätlos in einem Wohnhaus. Dass man das genehmigt hat,
    verstehe ich nicht!

    LG Renate

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    1. Wir verstehen es auch nicht. Mich würde interessieren, ob es etwas Vergleichsweises in anderen Ländern gibt.

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  7. Lemmie, das hast Du ganz toll gemacht und wenn man die Möglichkeit schon hat, dagegen anzukämpfen, sollte man es auch machen.

    Bin schon gespannt, wie es weitergeht, wirst uns sicher auf dem Laufenden halten !!

    Herzliche Grüße Renate

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  8. Liebe Lemmie,
    dazu muss ich auch noch was schreiben. Das habe ich auch noch nicht gesehen, dass ein Beerdigungsinstitut solch aggressive Werbung betreibt. So etwas stößt doch eher ab. Auch im Fall der Fälle würde ich zu so einem Unternehmen nicht gehen, weil ich da keine Seriösität sehe.
    Ich hoffe, da verbessert sich was.
    Liebe Grüße, Irmgard

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    1. Ich fürchte, dass sich da nichts ändern wird. Aber - wie auch Du schreibst - dieses Unternehmen werde ich bestimmt nie in Anspruch nehmen!

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  9. Da bleibt zu hoffen, dass sich nun vielleicht was ändert. Ich denke jedenfalls an Dich.
    Viele Grüße von Kerstin.

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  10. Da bin ich aber jetzt gespannt, ob Ihr etwas erreichen werdet.
    Hier würde ich Dir sagen, das interessiert keinen. Politiker machen doch nicht das was Bürgerwunsch ist.

    Wir haben zur Zeit dieses Problem:
    Wir könnten einen Friedwald (Trauerwald) bekommen, aber die Politiker lehnen das ab, mit der Begründung, dass dann der Unterhalt der bisherigen Friedhöfe zu teuer würde.

    Jetzt wird wahrscheinlich eine Nachbargemeinde den Friedwald für den Kreis bekommen, und ich prognostiziere, dass sich dann die Leute auswärts beerdigen lassen.

    Somit wäre das Problem "Unterhalt der Friedhöfe" eh vorhersehbar.

    Aber die Politiker wissen das (mal wieder) besser.

    Vor zig Jahren wollten die Bürger unserer Stadt eine Gesamtschule, die Stadt sagte NEIN!
    Rundherum in Nachbarstädten errichtete man Gesamtschulen.
    Fazit: Unsere Kinder gehen in diese Schulen.

    Jetzt, nach vielen Jahren gehen den besagten Politikern die Augen auf, wir brauchen eine Gesamtschule, wurde aber vom Schulministerium abgelehnt, da die Nachbarstädte dann nicht mehr genügend Schüler haben (logisch) und diese Schulen wurden ja extra für so viele Schüler errichtet.
    Ich könnte lachen, wenn es nicht so traurig wären.
    Noch schlimmer, jetzt führt die Prozesse, um doch noch eine Gesamtschule zu bekommen (einen hat sie schon verloren).

    Sie lernen nicht aus Fehlern, beim Friedwald machen sie ihn ja erneut.

    Sorry hat jetzt mit Deinem Problem nicht zutun, aber ich wollte damit nur sagen, dass sich die von uns gewählten Damen und Herren einen feuchten Kerricht darum kümmern, was Bürger gerne möchten.

    Bei uns jedenfalls, und ich glaube das ist überall so.
    LG
    Agnes

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    1. Leider agieren die Politiker nicht nur bei euch so. Was die Menschen wollen und brauchen, ist für diese "Volksvertreter" zumeist völlig egal.

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