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Samstag, 28. Mai 2011

Kindheitserinnerungen


Solche Metallstühle wie hier im Wiener Volksgarten kann man auch in einem Teil des Schönbrunner Schlossgartens und im Wiener Stadtpark sehen.

Als ich noch ein kleines Kind war, machte meine Mutter mit mir oft Ausflüge in die oben erwähnten Parks. Damals durfte man den Rasen nicht betreten. Und wenn jemand auf einem der Stühle Platz nahm, kam gleich eine Kassierin und verlangte Geld für den Sitzplatz. Wenn ich dann wirklich sehr müde von Herumlaufen war, setzte sich meine Mutter auf einen der Stühle und nahm mich auf den Schoß.

Heute ist kein Obolus mehr fürs Sitzen zu entrichten und in den Stadtgärten darf jeder sogar im Gras in der Sonne liegen. Nur in den Bundesgärten - wie dieser Volksgarten beim Parlament - darf der Rasen nicht betreten werden. Doch ich denke, das wird sich auch bald ändern.

Als ich einmal bei einer Gewerkschaftsschulung im Salzkammergut war, hielt dort ein Wiener Architekt und Stadtplaner einen Vortrag. Da ein schöner Tag war, saßen wir vor dem Seminarraum im Freien auf der Wiese. Ich erwähnte dem Stadtplaner gegenüber, wie schön es doch wäre, wenn in den Wiener Parks so ein Gras wie in den Bädern angepflanzt würde und wir auch dort im Gras liegen dürften. 

Einige Zeit (Jahre?) später fiel mir auf, dass die Schilder "Betreten verboten" großteils entfernt waren. Vielleicht hat meine Wortmeldung damals zum Umdenken geführt.

Kommentare:

  1. Guten Abend,

    manchmal löst ein kleine Bild, mit dem ein anderer gar nichts anzufangen weiß, eine ganze Flut von persönlichen Erinnerungen aus. Es ist schön, dass du uns daran teilnehmen lässt.

    Was ist eigentlich richtig? Lemmie oder Poldi?
    Einen schönen Sonntag Waltraud

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  2. ich bin eigentlich froh, dass man nicht überall den Rasen betreten darf. Ich glaube, uns fehlt noch etwas die Kultur mit solchen Freiheiten umzugehen. Aber vielleicht irre ich mich.
    Mich persönlich stört auch das ganze Theater um den Rathausplatz. Im Moment fällt mir kine Stadt ein, die ihren Historischen Kern so verunstaltet wie Wien.
    Ist aber meine persönliche Meinung :-)
    lg
    karl

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  3. Es kommt wohl auch bischen darauf an, wie empfindlich das Gras ist und wenn man sich schon auf dem Rasen nieder lässt, sollte man ihn trotzdem respektieren.
    Bei uns in Amerika kann man überall den Rasen betreten, soweit mir bekannt ist - ja, sie parken sogar Autos drauf - und dann ist der Rasen futsch. Also nimmt man den Rasen ganz weg, macht Beton drauf und malt ihn grün an, wie ich es oft in California gesehen habe. :)
    Ich erinnere mich dabei an Woodstock - vor vielen Jahren. Danach waren die Wiesen nur noch eine Müllhalde. So etwas ist dann das andere Extrem.
    LG Karl-Heinz

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  4. Der Ort, an dem ich aufgewachsen bin, ist gar nicht mehr wieder zu erkennen. Oben, das mit den Stühlen, sieht gemütlich aus. Bei den Öschis war ich schon oft seit 1987 und nach Wien wollte ich immer schon mal. Mal schaun, wann ich meine weiteren Träume realisieren kann.

    Letzter Gruß aus dem www, denn morgen früh geht es los.

    Mauve

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