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Montag, 16. Dezember 2013

Manches Mal ist mehr Bürokratie wünschenswert



Seit mehr als einer Woche erhalte ich Briefe, die an Personen mit slawisch klingenden Namen an meine Wohnadresse adressiert sind.

Die ersten beiden Male schrieb ich auf die Kuverts „hier unbekannt“ bzw. „wohnt hier nicht“.

Vergangene Woche kamen nun wieder Briefe, wo in zwei Kuverts dem Abtasten nach Bankomatkarten enthalten waren.

Ich ging zur Bank, wo die Briefe geöffnet wurden. Tatsächlich enthielten sie Bankomatkarten. Die Dame bei der Erste Bank sah im Computer nach und teilte mir mit, dass Meldezettel datiert mit 3. Dezember d.J. - lautend auf meine Wohnung - vorgelegt wurden.

Heute war ich am Meldeamt, um die beiden Männer heraus zu reklamieren. Am Meldeamt erfuhr ich, dass sogar 3 mir unbekannte Personen auf unsere Adresse angemeldet sind.

Meiner Meinung nach gibt es in solchen Fällen zu wenig Bürokratie. Wie ist es möglich, dass sich Menschen irgendwo anmelden können, ohne dass die Richtigkeit überprüft wird. Noch dazu in einem Gemeindebau, wo die Anmeldung – soweit ich informiert bin – vom Hausverwalter bestätigt werden muss.

Ich fürchte, dass ich nicht die Einzige bin und dass es eine Vielzahl solcher unberechtigter Anmeldungen gibt.

Bezirksamt Wien Ottakring

Kommentare:

  1. Und wie wollten diese Herrschaften an die Bankomatkarten gelangen? Briefkasten aufbrechen? Komische Sache - ich würde das der Polizei melden...
    Passt auf euch auf!

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    1. Bei der Polizei war ich schon, die haben mich zur Bank geschickt.
      In unsere neuen Briefkästen kann jeder mit einer schlanken Hand hinein greifen.

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  2. Das ist doch wirklich eine unerhörte Frechheit.
    Die Sache sofort an die Hausverwaltung melden und auch die Polizei informieren.
    Hoffentlich wird die Sache dann geklärt.
    Liebe Grüße - Ingrid

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    1. Der Hausverwaltung habe ich es schon gemeldet. Die Polizei ist daran anscheinend nicht interessiert.

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  3. Hallo Lemmie,
    das klingt nach einer nicht so schönen Weihnachtsgeschichte. Möge den Herrschaften in diesen Amtsstuben endlich ein Licht aufgehen und damit meine ich nicht den Stern von Bethlehem. Es wird dich nicht trösten, aber in Deutschland fragt man sich mitunter auch, was die Herrschaften in ihren bunten Röcken nur so alles anstellen:

    http://gras-gefluester.blogspot.de/2012/03/datenschutz-bei-der-polizei-in-dresden.html

    Das soll natürlich nicht mein Beitrag im 16. Fenster sein.

    herzliche Grüße,
    egbert

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    1. So etwas Ähnliches passierte mir schon vor einigen Jahren. Damals kamen von der Krankenkassa Briefe an eine Frau an, die mir unbekannt war. Die Briefe schickte ich auch damals retour. Dann war lange Ruhe, bis jetzt.

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  4. Das ist schon seltsam. Denn wenn man an diese Adresse dann Bankkarten schicken lässt, macht das doch wenig Sinn. Ich hätte gar nicht gewusst, was ich außer Vermerk "unbekannt" und zurück in den Briefkasten hätte machen können.
    Lieben Gruß
    Elke

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    1. Die Bankbeamtin hatte einen Meldezettel auf meine Adresse, also war das Meldeamt meine nächste Anlaufstelle.

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  5. Also, als wir Besuch hatten und die Besucher anmeldeten war das nicht so, da musste ich zum Magistrat mit?
    Kann man sich den selbst wo anmelden?
    Gruß
    werner-p

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    1. Es hat sich so Vieles geändert, leider nicht zum Guten.
      Das Meldeamt überprüft die Unterschriften (Quartiergeber) nicht mehr, weil sich angeblich Leute darüber beschwerten.

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  6. danke poldi für deinen tipp.
    bezügl. anmelden mußten wir beide zum magistrat und bei seinem haus ging das auch sehr korrek. aber beides ist ein zweitwohnsitz.
    hast nicht ein "mulmiges" gefühl? riki

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    1. Nein, mulmiges Gefühl habe ich nicht. Ich habe ja alles Mögliche unternommen, damit die betroffenen Banken informiert wurden.

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  7. ich meinte, daß dich nicht einmal wer abfängt und die bankkarten wollen. es gibt doch sachen, die es garnicht gibt. pass auf dich auf!!!! gute nacht. riki

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    1. Da habe ich keine Angst. Fremden Menschen mache ich nicht auf. Abends gehe ich nicht alleine weg.

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  8. Das ist wirklich eine Unverfrorenheit und Du hast die unnötige Springerei. Aber seit der letzten Änderung des Meldegesetzes, ist eine Unterschrift des Vermieters nicht mehr vorgesehen.
    Du warst schneller bei der Post als die Banditen, denn die hätten sich die Bankomatkarten schon herausgefischt.
    Leider ist es verboten, an den Briefkästen Umbauten vorzunehmen, dass niemand hineingreifen kann und somit ist diesen "Gesellen" Tür und Tor geöffnet !!!

    Pass gut auf Dich auf !!

    Herzliche Grüße Renate

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    1. Ich kenne niemanden, der über die neuen Postkästen glücklich ist.

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  9. Bei euch im schönen Vienna liegt mittlerweile behördenmässig einiges im Argen. Ich hab da auch ein paar Sachen erlebt, wo man nur den Kopf schütteln kann.

    Was ich nicht verstehe ist, wie man ein Bankkonto bei euch auf eine falsche Adresse anmelden kann?! Da müssen doch Ausweispapiere vorgelegt werden, auf denen eine korrekte Adresse verzeichnet sein muss.

    Hertzlichst,
    G.

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    1. Sie hatten ja einen reellen Meldezettel, vermutlich auch eine Lohnbestätigung von weiß Gott wem.
      Leider sind solche Zustände auch durch die Personaleinsparungen hervor gerufen. Über Beamte wird immer gelästert. Dass sie aber notwendige Arbeit leisten, fällt nur dann auf, wenn sie einmal nicht geleistet wird.

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    2. Da frag ich mich jetzt aber, wo diese reellen Meldezettel herkommen, denn dort müsste die Identität sicher gestellt werden.
      Ich finde es schon reichlich seltsam von den Meldebehörden bei euch. Du hast ja den ganzen Ärger am Hals.

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    3. Die können sich sicher mit einem Reisepass o.ä. ausweisen. Ob die Unterschrift des Vermieters echt ist, wird nicht mehr überprüft.
      Lt. Mitteilung der Beamtin am Meldeamt hat sich angeblich einmal jemand beschwert, weil sie die Richtigkeit der Anmeldung bzw. die Unterschrift des Hauptmieters überprüfen wollten. Seither "dürfen'" sie das nicht mehr.

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    4. Die dürfen das nicht mehr? Die Rechtmässigkeit eines Wohnsitzes überprüfen? Eigentlich nicht zu fassen.

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    5. So unglaublich finde ich es auch.

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  10. bezüglich der Beamten sprichst du mir aus der Seele.
    Ist schon merkwürdig, vielleicht eine neu Masche zur Geldwäsche?
    Frage einmal bei der Polizei nach.
    lg
    karl

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    1. Auf der Polizei war ich zuerst. Dort schickten sie mich zur Bank.
      Es hat sich vieles geändert, nicht immer zum Besseren

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  11. das ist kriminell, hört sich sehr verdächtig an...
    in meiner kleinstadt ist es noch persönlich und in der bank wird mensch noch mit namen begrüsst.
    allerdings hab ich keine ahnung wie es bei einer onlinekontoführung ist, ich hab noch ganz konservativ ein bankkonto.
    die bankcard und dazu passende pin werden jeweils seperat zugestellt, schon als sicherheitsmassnahme.
    ist der vorfall in deinem haus für die presse als warnung gewiss einen artikel wert.
    schon merkwürdig!
    liebe grüsse
    kelly

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    1. Dass es so einfach ohne Kontrolle möglich ist, sich irgendwo anzumelden, finde ich unglaublich.

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  12. Es ist ja echt unglaublich, was alles passiert in der letzten Zeit! Da wäre ich auch verunsichert - echt!
    Pass' nur auf Dich auf! Nun wird doch sicherlich der Sache nachgegangen, denke ich! Die Spitzbuben und Gauner sterben halt nicht aus! Aber, dass so so einfach ist, sich irgendwo anzumelden, hätte ich nie und nimmer gedacht! Man lernt nie aus!

    Einen lieben Gruß zu Dir
    Renate

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    1. Es hat sich vieles verändert, leider nicht zum Besseren.

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